Die Geschichte der Osteopathie

Osteopathie / Physiotherapie / Stress-Management

Die Geschichte der Osteopathie

 

Der Begründer der Osteopathie A.T. Still

(sehr kurze Fassung der Geschichte)
Die Geburt Andrew Taylor Still wurde am 6. August 1828 in Lee County, Virginia, bekanntgegeben.
Es waren damals uns unvorstellbar harte Zeiten. Schicksalsschläge waren vorprogrammiert und formten Stills Werk.

Im Alter von zehn Jahren entdeckte er seine erste Behandlungstechnik. (Traktion der oberen Halswirbelsäule gegen Kopfschmerzen)

1855 lernt A.T. Still Major James Burnett Abbott kennen. Dieser ist davon überzeugt, dass die Behandlung mit Medikamenten eines Tages von einer anderen Therapieform abgelöst wird. Dies beeinflusst Stills Gedankengänge und verbindet sie mit der Ablehnung von „Drogen“ aller Art.

1859 stirbt seine Frau am Kindbett und er bleibt als 31 Jähriger Witwer mit 3 Kindern zurück. A.T. Still beginnt sich mit Philosophie und Naturgesetzen auseinanderzusetzen.

In den Kriegsjahren verstärkt sich seine alternativmedizinische Einstellung. Als Armeechirurg kam Still mit der Anatomie in Berührung (Werkzeuge: Kalomel, Chinin, Whisky, Opium, Tücher und ein Skalpell – Im amerikanischen Bürgerkrieg, starben mehr Menschen an Infektionen und anderen Erkrankungen als im Kampf. Ein Zeugnis der medizinischen Armut jener Zeit).

1864 sterben drei seiner vier Kinder an Spinalmeningitis. Trotz seines Schmerzes wird er eines Tages sagen: „Gott hat uns nicht allein gelassen. Das Heilmittel befindet sich im Kranken selbst, und der Organismus ist die Apotheke Gottes.“

1870 macht Still die Bekanntschaft mit dem schottischen Arzt John M. Neal. Medikamente sind für Neal „Köder für Dumme“ und lässt Still das Buch der Evolutionstheorie (Spencer) zukommen.

 


 

Die Geburtsstunde der Osteopathie

Am 22. Juni 1874 verkündete A.T. Still die Osteopathie als Alternative zur amerikanischen Medizin.

12. Dezember 1917 – Andrew Taylor Still stirbt an einem Schlaganfall.
Am 7. März desselben Jahres wurde von einem Schüler die „Britisch school of Osteopathy“ (BSO) gegründet.
[Leitfaden Osteopathie; Thorsten Liem, Tobias K. Dobler; ELSEVIER Verlag]

 


„Osteopathie“ Der Name

“I listened to all who thought I ought to name my science, so I began to think over names, such as Allopathy, Hydropathy, Homeopathy, and other names, and as I was in Kansas when the name Osawatomie was coined, by taking the first part of the word Osage, and the last part of Pattawattamie, and the new word coined represented two tribes of Indians, I concluded I would start out with the word os (bone) and the word pathology, and press them into one word – Osteopathy.
I wanted to call my science Osteopathy, and I did not care what Greek scholars said about it.”

[A. T. Still. (History of Osteopathy and Twentieth Century Medical Practice, Booth (1905)]

So kam es, dass man den Namen auch als „Knochen“ und „Krankheit“ auslegte.

Die Bedeutung des Namens Osten-Pathie kommt jedoch von:

  • „Os“ (Knochen) ist das letzte sichtbare, wenn ein Organismus abstirbt. Er ist das stabilste „Konstrukt“ der Natur und das Fulcrum (Umlenkstelle) jedes sich frei bewegenden Organismus.
  • „Pathie“ ist ein „suffix“ für Empathie oder Sympathie. Jede Funktionsstörung (Path-ologie) kann man am Einklang (Empathie, Sympathie) des Sklettsystems (Os) mit dem Umliegenden Gewebe und seiner Physiologie erkennen, da der Knochen die Umlenkstelle aller Dynamiken darstellt.

 

-> OS-teo-PATHIE

 


Philosophie

A.T. Still war der Meinung, dass jeder Organismus seine eigene komplette „Apotheke“ besitzt und weiterentwickelt. Das Phänomen der eigenständigen Heilung und die Fähigkeit mit manuellen Behandlungen dieses Phänomen zu unterstützen hat lediglich einen einzigen Gegner: Das Kartesische Modell der Wissenschaft (benannt nach R. Descartes, 31. März 1596 – 11. Februar 1650). Dieses heutige Modell der Wissenschaft beruht einzig und allein auf messbare Werte/Gegenstände und wurde letztendlich dazu benutzt, die Kirche von den eigentlichen natürlichen Gegebenheiten durch rechnerische Beweise zu überzeugen (z.B. die Erde ist eine Kugel)

So ist es nach dem kartesischen Modell z.B. unmöglich, eine bindegewebige Veränderung tief innerhalb des Körpers eines Menschen zu spüren, geschweige denn diese zu behandeln. Dieses Urteil wird also gefällt, weil man dieses Phänomen NICHT MESSEN KANN.
Dieses Phänomen ist existent und keineswegs als mythisch anzusehen (Walter Lewellyn McKone, DO). Jeder kann das, doch nur Wenige wissen davon oder wollen davon wissen, denn wir werden schon von den Eltern, doch spätestens im Kindergarten, vom kartesischen Denken geprägt.

Beispiel:
Sie heben eine Tasse mit verbundenen Augen am Henkel hoch, berühren jedoch die Tassenwand nicht.
Sie werden wissen ob: Der Inhalt heiß ist, ob er flüssig oder eher fest ist, wie voll die Tasse ist und sie werden den Inhalt spätestens durch eventuelle leichte Gerüche sogar noch präziser schätzen können.
Stellen Sie sich nun einen Menschen vor, welcher sich sehr intensiv auf das Wissen der menschlichen Anatomie und auf viel Erfahrung/Übung des Tastens mit den Händen spezialisiert.
Und schon haben wir ein Phänomen, wissenschaftlich nicht evidenzbasierend (nicht kartesianisch nachweisbar), welches eigentlich keines ist.

 


Muliplicy in Unity

Die „Vielfalt in der Einheit“ zu respektieren ist Basis im osteopatischen Denken, während im kartesischen Wissenschaftsmodell immer und immer wieder nach der „Einheit in der Vielfalt“ gesucht wird. Das bedeutet, dass in der heutigen Wissenschaft das Zerlegen jeden Systems essentiell geworden ist. Das ist auch nötig, denn nur so kann man komplexes Unbekanntes „in etwa“ berechnen und somit „evidenzbasierend beweisen“. Dass Forschungsprojekte völlig aus dem inneren Zusammenhang gerissen werden könnten, ist eine Variable, welche fälschlicher Weise bedingungslos akzeptiert wird.
Originale Osteopathie, sucht nie in einem einzelnen Teil des Körpers nach dem Problem.

“The idea of separateness should be obliterated. Not appreciating this to the full is a pitfall. So striving to get the bones in normal position, per se or perhaps to keep them in position is simply hopeless. In this regard, the bone item is simply an idol, and a similar idol could be made of the muscles, and so forth.”
[Carl P. McConnell, DO, JAOA April 1935]

 


Grundprinzipien

Fünf biologische Grundprinzipien

Es ist unmöglich, nur eines davon zu beschreiben, ohne auch die vier anderen zu erwähnen.

 

1. Struktur und Funktion
  • Hypomobile Gelenke (Dysfunktion, osteopathische Läsion, erhöhte Muskelspannung, Einschränkung der Bewegungsamplitude, Position der Knochen)
  • Gewebereaktion (Gelenk-Dysfunktion führt zu zentraler und segmentaler Auswirkung => segmentale Fazilitation der Gewebe)
  • Gleichgewicht der Haltung (Adaption/Kompensation, Qualität von Bewegungen; Überbelastung benachbarter Strukturen)
  • Neurologische Struktur (primärer Hypotonus, kompensatorische oder synergistischer Hypertonus)
  • Adaption und Kompensation (Analyse des Adaptions- bzw. Kompensationsmechanismus, Entwicklung davon, Gedanke „Funktion beeinflusst die Struktur“)
2. Selbstheilungskräfte (neovitalistischer Fluss)
  • Homöostase und Einheit des Körpers
  • Natürliche Kräfte der Organismen, Krankheiten zu heilen
  • Nervensystem mit Hauptrolle
  • Koordination von Kreislauf und Atem
3. Der Körper als Einheit
  • Kann/darf nicht unterteilt werden
  • Immer dynamisch und funktionell
  • Elektromagnetische Felder (Ebenso wie bei der Kommunikation Erde zu Universum)
4. Die Durchblutung als Wichtigstes
  • Das Gesetz der Arterie ist absolut
  • Freiheit, Bewegung und Rhythmus
  • Beinhaltet alle Sekrete des Organismus
  • Substanz, die allen Geweben gemein ist
  • Bei Einschränkung: Stagnation, Fermentation => Pathologie
5. Der Patient, nicht die Krankheit
  • Aufmerksamkeit auf den Patienten lenken und nicht auf das Symptom
  • Betrachten des Individuums (spezielles genetisches Erbe und Erfahrungen)

 

[Leitfaden Osteopathie; Thorsten Liem, Tobias K. Dobler; ELSEVIER Verlag]

 


Osteopathische Ansicht von Pathogenese

Die Krankheit:

– Disease and illness are not the same thing
– Disease is before illness
– Bacteria and virus are at the end of disease
– This leads to illness
– Osteopathy is a Eubrotic (health) medicine
– Disease is an upset in the acid-base balance
– Tends towards acidity
– Poor drainage
– Bacterial multiplicatio

 

Palpation/Behandlung:

– You SHOULD stay with the phenomena
– Think WITHIN the phenomena
– Move WITH the phenomena
– Think BEWTWEEN phenomena and environment
– Never be OPEN-MINDED
– “Open mindedness is no mind at all” [Goethe]

 


Schulmedizin und Osteopathie

Als die Osteopathie nach Europa kam

„To ask a doctor’s opinion of osteopathy is equivalent to going to Satan for information
about Christianity“

[Mark Twain 1835-1910]

Die Abwertung und der Spott über die Osteopathie, zog sich nachweislich in Amerika und auch europaweit über die ärztlichen Medien hin.
Seit ca. 2014 bemühen sich zahlreiche Ärzte und Verbände um die Zusatzausbildung in Osteopathie.

Ich denke, dem ist nichts hinzuzufügen…

 

Bezuschussung osteopathischer Behandlungen in Deutschland

Seit ca. 2013 schlossen sich immer mehr gesetzl. Kassen der Bezuschussung osteopathischer Behandlungen an.

 


Weitere Informationen findest Du unter

Über Body Revtial® 

Begriffe und Erläuterungen

oder unter den FAQs (häufig gestellte Fragen) auf dieser Web-Site.

Termine nach telefonischer Vereinbarung

Schleifweg 2 | 97320 Mainstockheim

09321 2 67 57 81

0151 20 464 891

info@body-revital.de

Registriertes Mitglied im:

Individual Coaching / Osteopathie / Physiotherapie