Psychosomatik

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20. August 2018 Stress-Management 0
Psychosomatik

PsychoSomatik

 

„Die Psycho-Somatik sagt nichts darüber aus, ob wir schwach sind oder ob wir einen an der Waffel haben.
Die Psycho-Somatik ist ein vollkommen normaler, ständig vorhandener Prozess, welcher, je nach Tageszustand oder State, uns mehr oder weniger empfindsam auf „Gefahren“ aufmerksam machen soll.“

Beispiel:
1. Du liest ein sehr interessantes Buch auf er Couch, stehst dabei auf und stößt dich mit dem Knie am Tisch an.
> Du wirst kaum oder gar keinen Schmerz wahrnehmen.
2. Du streitest am Telefon mit deinem Beziehungspartner. Du fühlst dich wegen dem Vorfall schlecht, stehst auf, stößt dich mit dem Knie am Tisch an.
> Entscheide selbst, wie stark der Schmerz sein wird. Aus Frust wird schnell sogar Wut und wir schimpfen, fassen uns ans Knie und es tut einfach nur noch weh.
DAS ist, was mit Psychosomatik gemeint ist und es steckt in jedem von uns.

Wenn ein Arzt zu uns sagt „Das ist Psychisch bedingt“, löst das in uns natürlich Abneigung aus. Solche Aussagen erniedrigen uns, aber wieso ist das so?
Auch ich war entsetzt, wenn meine Patienten von solchen Aussagen betroffen waren. Doch dies hat sich entscheidend geändert. Und jetzt kommts: Er hat immer Recht, selbst wenn es darum geht, wenn wir an Schnupfen leiden.

Wenn es um das Wort „Psyche“ geht, gehen wir mental in den Widerstand, weil wir damit „Verrücktheit“ verbinden. Tatsächlich ist es aber doch so, dass wir 24 Stunden am Tag, psychische Vorgänge in uns haben, welche uns helfen oder behindern. Dessen dürfen wir uns bewusst werden.

Der Vorwurf, der Arzt weiß nur nicht was wir haben und tut es mit „Psychosomatik“ ab, kann einerseits berechtigt sein, andererseits aber auch voreilig. Der eigentliche Punkt ist doch, dass dieser Arzt tatsächlich nicht wissen kann und muss, wie diese Sache anzugehen ist, wenn sie psychisch bedingt oder verstärkt wird. Es ist nicht sein Fachgebiet und uns zum Psychotherapeuten zu schicken, wäre meist auch übertrieben und die Versicherungen würden dies auch nicht unterstützen.

Was tun?

Hier kommt das von mir aufgestellte
„STRESS-MANAGEMENT“ ins Spiel. Es ist keine Therapie, denn Krank ist etwas anderes.
Es ist ein mentales Besinnungstraining.
Wir haben am Tag 60.000 bis 90.000 Gedanken. Davon sind 90% nicht gut oder förderlich und 60-70% sogar der Vergangenheit zugehörig (Datenmüll).
Zusammen wird sozusagen trainiert, den Datenmüll auszusortieren, denn unabgeschlossene Gedankengänge stressen/belasten uns mental, sodass wir, wenn zusätzliche Belastungen kommen, aggressiv, zickig, instabil, hektisch also unruhig/sensibel reagieren. Dazu kommt, dass es Ressourcen verbraucht gestresst zu sein und der Genuss von Zucker, Alkohol und anderen Schrott kann zunehmen, da unser Gehirn zu fast 100% Energie aus Kohlehydrate zieht.

Wenn uns also ein Arzt sagt „Das ist psychisch bedingt“ sollte das für uns ab gestern keine Erniedrigung sein, sondern ein Anstoß dazu, dass WIR etwas daran ändern können und nicht einfach ein Pillchen schlucken dürfen.
Das kann sogar dein ganzes Leben, wie Beziehung, Arbeit usw. einfacher machen.

Bis bald
Euer Holger